Holzvergaser
Liefert die hohe Leistung an kalten Tagen und schließt die Lücke unterhalb des Bivalenzpunkts.
Heizgradstunden · bivalentes Bestandssystem
Ein reales Gedankenexperiment aus Pöchlarn: Wie lässt sich aus dem bisherigen Brennstoffverbrauch abschätzen, an welchen Tagen eine kleine Wärmepumpe unterstützen kann - und wann Holzvergaser und Solarthermie weiterhin gebraucht werden?
Diese Anlagenkombination ist eine persönliche Idee und ausdrücklich keine Dimensionierungs-, Planungs- oder Ausführungsgrundlage. Der Rechner ist eine Plausibilitätsrechnung, keine Heizlastberechnung nach ÖNORM EN 12831 und kein Ersatz für die Planung durch befugte Fachleute.
Die kleine Wärmepumpe ist hier nicht als alleiniger Wärmeerzeuger gedacht. Sie ergänzt ein bestehendes bivalentes System aus Holzvergaser und 16 m² Solarthermie. Das Ziel ist pragmatisch: In der Übergangszeit soll möglichst wenig Holz verfeuert werden. Bei niedrigen Außentemperaturen bleibt der Holzvergaser notwendig; nutzbare Solarwärme reduziert seinen Einsatz zusätzlich.
Liefert die hohe Leistung an kalten Tagen und schließt die Lücke unterhalb des Bivalenzpunkts.
Trägt bei nutzbarer Einstrahlung Wärme bei. Solare Gewinne sind in der konservativen Demo nicht eingerechnet.
Unterstützt im milden Temperaturbereich. Die Demo interpoliert linear zwischen zwei abgelesenen Leistungspunkten.
Eine Quadratmeter-Faustformel kennt weder die Gebäudehülle noch das Nutzerverhalten. Der reale Jahresverbrauch enthält diese Einflüsse bereits. Aus Brennstoffmenge, Energieinhalt und Nutzungsgrad entsteht zunächst die abgegebene Nutzenergie.
Nutzenergie = Verbrauch × Energieinhalt × Nutzungsgrad
Kennwert = Nutzenergie / Heizgradstunden
Heizlast = Kennwert × (Heizgrenze − Normaußentemperatur)
Heizgradstunden summieren für jede Stunde die Temperaturdifferenz unterhalb der gewählten Gebäude-Heizgrenze. Für Pöchlarn stehen hier stündliche Klimadaten von 2005 bis 2025 zur Verfügung.
Werte ändern und sofort sehen, wie sich Gebäudekennwert, rechnerische Heizlast, Bivalenzpunkt und Tagesdeckung verändern.
Der Gebäudekennwert beschreibt, wie viel Wärme das betrachtete Gebäude je Kelvin und Stunde benötigt. Daraus folgt eine lineare Lastkurve. Die Ochsner-Demo liefert bei 35 °C Vorlauf zwischen −5 und +30 °C eine ebenfalls lineare, aber deutlich kleinere Wärmeleistung.
Wo beide Kurven einander schneiden, liegt der rechnerische Bivalenzpunkt. Unterhalb davon muss das bestehende System die Differenz liefern. Genau dafür bleiben Holzvergaser und Solarthermie Teil des Konzepts.
PVGIS liefert für Pöchlarn stündliche Werte von 2005 bis 2023. Für 2024 und 2025 ergänzt die INCA-Analyse von GeoSphere Austria die Reihe. Das mildeste und das kälteste Jahr liegen weit auseinander. Eine Anlage, die nur anhand eines milden Verbrauchsjahres beurteilt wird, kann deshalb im nächsten kalten Winter deutlich zu klein wirken.
Der Rechner verwendet das gewählte Jahr für die Verbrauchskalibrierung. Für den Vergleich über alle Jahre wird der kleine systematische Unterschied zwischen PVGIS und GeoSphere ausgewiesen und statistisch angeglichen; der eingegebene Verbrauch selbst wird nicht künstlich umgerechnet.
Datenquellen: PVGIS v5.3, SARAH3 und GeoSphere Austria Data Hub, INCA (CC BY 4.0). Standort: Pöchlarn, 48,2092° N / 15,2167° E.
Dieser Datensatz gilt ausschließlich für Pöchlarn. Für einen anderen Ort können wir die Klimadaten passend vorbereiten.
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